Shopify
Der Shop, wenn wirklich verkauft wird. Schnell live, und die Grenzen zeigen sich erst später.
Was es ist
Shopify ist ein gehosteter Shop: Zahlungsabwicklung, Bestellverwaltung, Steuern, Versandregeln und Themes kommen fertig, du musst keinen Server anfassen. Das ist der ganze Handel dahinter. Du gibst Kontrolle und eine Umsatzbeteiligung ab und bekommst dafür etwas, das am selben Tag Geld annehmen kann.
Wo es trägt
Der Checkout. Das klingt unspektakulär und ist der eigentliche Grund, warum man Shopify nimmt. Ein Checkout, der über Millionen Bestellungen optimiert wurde und in jedem Land die richtigen Zahlungsarten und Steuersätze kennt, ist nichts, was man nebenbei nachbaut. Wer es trotzdem versucht, bezahlt den Unterschied in Abbrüchen, die er nie zu sehen bekommt.
Dazu: Das Ökosystem ist konkurrenzlos. Für fast jedes Problem gibt es eine App, und die neuen Themes auf Basis von Horizon lassen sich inzwischen weitgehend ohne Code umbauen.
Wo es klemmt
Zwei Dinge, die in keiner Verkaufsbroschüre stehen.
Die Apps sind die eigentliche Rechnung. Der Tarif ist der kleinere Posten. Vier oder fünf Apps mit je 20 bis 50 Euro im Monat sind normal, und sie summieren sich schneller als der Umsatz wächst. Vor jeder Installation lohnt die Frage, ob das Problem nicht ein Metafeld und zwanzig Zeilen im Theme lösen.
Du mietest. Preise und Bedingungen ändern sich, ohne dass du gefragt wirst, und eine Migration weg von Shopify ist teuer. Das ist kein Argument dagegen, aber es gehört in die Kalkulation.
So sieht es aus, wenn es läuft
Der Laden ist nicht nur die Kasse, er ist die Quelle: Was dort passiert, kann alles andere auslösen. Eine Bestellung bewegt den Bestand, den Newsletter, den Versand und die Buchhaltung, ohne dass jemand dieselbe Zahl viermal einträgt. Und weil Vorlagen und Datenfelder offen sind, lässt sich der Laden auf das eigene Geschäft zuschneiden, auch wenn das Einzelstücke sind oder Produkte, die es in dieser Form sonst nirgends gibt.
Woran du vor der Entscheidung denken solltest
Wenn du Produkte in nennenswerter Zahl verkaufst, ist Shopify fast immer die richtige Wahl, und die Diskussion über die Gebühren ist meist eine Ersatzdiskussion. Wenn du dagegen fünf Produkte verkaufst und die Seite hauptsächlich Inhalte trägt, ist WordPress mit einer Shop-Erweiterung günstiger und näher an deinem Eigentum. Die Grenze verläuft nicht bei der Produktanzahl, sondern bei der Frage, ob der Verkauf der Zweck der Seite ist oder eine ihrer Funktionen.
Beiträge dazu
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